• Ben.

Future Skills


Seit etwas mehr als zwei Jahren wird uns durch verschiedene Ereignisse vor Augen geführt, dass die Welt nicht mehr ist, wie sie einmal war. Wir merken, dass vieles schneller passiert und für viele vielleicht sogar zu schnell. Es ist ein Leben oder eine Welt, auf die wir nie wirklich vorbereitet wurden. Wäre es nicht die Aufgabe von Schule, uns auf so ein Leben vorzubereiten?


So sieht die Zukunft aus

Natürlich weiss ich das nicht und habe höchstens eine vage Vorstellung davon, wie die Welt in 10.., 20.. Jahren aussehen könnte. Das geht sicher nicht nur mir so, sondern eigentlich uns allen. Klar, wir können Forschen, Prognosen machen, Tendenzen erkennen und doch werden wir nie wissen, wie die Zukunft wird. Es deutet aber sehr viel darauf hin, das vieles noch digitaler, noch ortsunabhängiger, noch unsicherer und unbeständiger wird. Welche Fähigkeiten könnten oder sollten also in so einer Welt vorhanden sein? Auch diese Frage ist schwierig zu beantworten. Eine wichtige Kompetenz könnte die Lernfähigkeit sein.



Foto: Benjamin Lehman, Pexels


Lernfähigkeit - die Kompetenz der Zukunft?

Ob es wirklich die Kompetenz der Zukunft gibt, weiss ich nicht. Die Lernfähigkeit erachte ich aber als sehr wesentlich, wenn Menschen sich in Zeiten voller Wandel zurechtfinden wollen. Nun hadere ich natürlich mit dem Kompetenz-Begriff Lernfähigkeit, denn die Fähigkeit zu lernen müssen wir uns nicht aneignen und so ist auch dieser Begriff des lebenslangen Lernens eigentlich überflüssig. Menschen lernen so oder so ihr ganzes Leben lang. Wie kommt es aber, dass vielerorts die Motivation und die Fähigkeit, lebenslang zu lernen, gefordert wird?


Warum wir unser Lernen verlernen müssen

Spätestens sobald wir in die Schule kommen, wird uns vorgegeben, wann wir was, wie viel und wie tief oder wie breit lernen sollen oder müssen. Diese Lernprozesse werden dann gerne getaktet und durch Prüfungen, andere Fächer, Themenwechsel etc. unterbrochen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir aber durch Neugier, durch Ausprobieren und «Scheitern», durch Beobachten und durch Nachmachen ganz vieles gelernt. Diese Lernprozesse fanden in der Regel noch ganz natürlich statt. Von da an lernen wir mehr oder weniger unbewusst, dass Lernen in Schulräumen passieren muss und wir dafür Menschen brauchen, die sagen, was wichtig ist und was nicht. Es ist egal, wie stark dieser Lernstoff mit unserer Realität und unseren persönlichen Interessen und Talenten zusammenhängt. Es muss «gelernt» und «verstanden» werden, was der Lehrplan vorgibt. Das wird auch später in der Berufs- und Erwachsenenbildung nicht viel besser.


Lernen verlernen

So traurig es klingt, so schön ist es.


Lernen verlernen ist:

  • Wenn wir erkennen, dass wir immer Lernen (können).

  • Wenn wir erkennen, dass Lernen nicht Wissen bedeutet und immer unfertig ist.

  • Wenn wir erkennen, dass Lernen eine Bewegung ist, die sich irgendwo zwischen erkennen, verarbeiten, wissen, vergessen, .. bewegt.

  • Wenn wir zurück zu unserer Neugier, zum neugierigen Kind in uns finden.

  • Wenn wir wissen, dass einmal Gelerntes, Erkanntes oder Vermutetes sich immer ändern kann und dem Neuen und fremden mit Offenheit und Neugier, aber auch mit einem kritischen Blick begegnen und hinterfragen.

  • Wenn wir erkennen, dass Lernen nichts mit Zertifikaten zu tun hat.

  • und wenn wir (an)erkennen, dass hier noch so vieles stehen könnte und einiges von dem erwähnten sich in naher oder ferner Zukunft vielleicht als Irrtum entpuppt.

Was ist denn nun mit diesen Future Skills?

Es werden etliche wichtige Kompetenzen für die Zukunft genannt und die werden manchmal noch nach Wichtigkeit eingestuft. Welche die wichtigen Future Skills kann ich nur vermuten. Wer neugierig und lernend unterwegs sein kann, der findet seine Wege und Plätze im Leben, egal welche Future Skills ich heute hier nennen würde.


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